Geld und Spiritualität

 In Soulstice

Ihr Lieben,

zunächst möchte ich mich bei all jenen bedanken, die meinem Klopfaufruf von vor vier Wochen gefolgt sind und sich mir anvertraut haben. Es war eine schöne Erfahrung, Euch kennenzulernen und, wie es oft ist bei EFT, sind manche Eurer Themen auch meine Themen. So habe auch ich gleich mal wieder ein paar Glaubensätze auf den virtuellen Misthaufen schmeißen können. Inzwischen bin ich zertifizierte „ATEB EFT-Praktikerin Gold“ und freue mich, dass nun immer mehr Menschen in meinen EFTraum kommen.

Die letzten Wochen empfand ich als sehr dicht. Ich habe viel gearbeitet, sowohl an mir als auch für mich und mein Coaching Business. Meine Webseite wächst und ich hoffe, sie Euch bald vorstellen zu können. Über Himmelfahrt, das hier Auffahrt heißt,  waren wir in der Nähe von Lugano unterwegs. Das ist von uns nicht weit, aber dadurch, dass die Alpen dazwischen sind, ist es eine ganz andere Landschaft als hier. Ich fühlte mich in den drei Tagen, in denen wir unterwegs waren, als ob wir wirklich einen „richtigen“ Urlaub machen würden. Also einen, der viel länger dauert – so erholsam und vielseitig war es.

Dass wir „mal eben so“ in Lugano ein paar Ferientage verbringen können, ist natürlich toll und es zeigt mir, wie gut wir es haben und dafür bin ich sehr dankbar. Das Thema Geld und Spiritualität kommt bei mir immer mal wieder hoch. Es sind noch längst nicht alle Blockaden in dieser Hinsicht gelöst, doch einige schon und ich denke, dass dies dazu beiträgt, dass es uns mittlerweile finanziell so gut geht, dass wir nicht mehr jeden Euro umdrehen müssen. Doch ist da immer noch Luft nach oben. 😉 Besonders, weil ich gerne mehr Geld für wohltätige Zwecke ausgeben würde, wie zum Beispiel meine ehemalige Putzfee aus den Philippinen und ihre Familie weiterhin zu unterstützen oder meine Vision von „Sabines Magic School For Kids“ – einer Art Sommercamp für Kinder, wo sie vieles von dem erfahren können, was in den Schulen nicht gelehrt wird, was aber lebenserleichternd ist – wie z.B. die einfache Anwendung von EFT, Meditation oder überhaupt lernen, der eigenen Stimme zu folgen und sich dabei okay zu fühlen. Mir schwirren dazu noch viel mehr Ideen im Kopf herum und ich sehe auch schon überall Kooperationspartner, doch habe ich das Gefühl, dass es dafür noch etwas zu früh ist und ich erst einmal selbst mein finanzielles Bein wieder vollständig auf die Erde bringen muss, um an die Organisation eines solchen großen Events zu denken. Hm, vielleicht auch noch mal was zum Klopfen…

Ja, und damit wären wir auch schon beim Thema: Immer wieder ertappe ich mich dabei, dass ich mir Gedanken um das WIE mache – obwohl ich doch gelernt habe, dass das Universum vortrefflich arbeitet und mich mit allem versorgt, dass ich brauche. Und zwar genau zu dem Zeitpunkt, der optimal dafür ist – nicht dann, wenn ich denke, dass es Zeit wäre. Am Montagmorgen habe ich ein Video von Esher und Jerry Hicks gehört. Ich habe da so einen Youtube-Channel (in Englisch) abonniert, den ich allerdings nur ganz selten mal besuche, weil da täglich mindestens zwei neue Videos hochgeladen werden und mich das dann eher nervt als inspiriert, weil ich gar nicht so viel Muße habe, mir die alle anzuschauen. Muss ich wohl auch nicht, denn am Montag schaute ich da mal wieder rein und sah folgendes:

“It is NOT Your Business How the Money will come”

Ja, dachte ich, das stimmt. Mal sehen, was Abraham dazu noch zu sagen hat und ich hörte mir das Video während meiner morgendlichen Zeit im Badezimmer an.

Darin geht es unter anderem um das WIE, das WANN, das WO und das WARUM? Abraham sagt darin ganz klar, dass das nicht meine Sorge sein soll. Ich könne z.B. immer mal wieder über das nachdenken, was ich erreichen möchte o.ä. und auf einmal würde eine Idee mit solcher Macht in meine Gedanken kommen, dass das Wie, Wann, Wo und Warum überhaupt nicht mehr wichtig sei, sondern dann wüsste ich einfach, was zu tun sei – und zwar JETZT. Sofort. Und dann könne ich diese Idee auch umsetzen. Ihr könnt Euch das so vorstellen, wie einen Geistesblitz. Ihr kennt das bestimmt: Auf einmal habt Ihr eine Idee und die fühlt sich so gut, so klar, so wahnsinnig toll an, dass Ihr ganz begeistert davon seid. In dem Video geht es ab ca.  Minute 2:00 darum: Wenn wir so einen geistesblitz erfahren ist der häufigste Fehler, den wir dann oft machen, der, jemandem davon zu erzählen. Vielleicht jemandem, der von uns denkt, dass wir ein „Rohrkrepierer“ seien, jemand, der nichts schafft oder der keine finanziellen Mittel hat, oder, oder, oder. Und dieser jemand fragt: „Was lässt Dich glauben, dass Du das tun könntest? Sowas habe ich doch schon so oft von Dir gehört…“ Und Deine ganze Energie, Dein kraftvoller Gedanke, Deine Vibration gehen verloren.

Die Anweisung von Abraham ist, in einem solchen Moment nicht anderen davon zu erzählen, denn die anderen wüssten ja gar nicht, was wir in unseren Vortex eingespeist haben. Also in unser Energiefeld. Sie können ja gar nicht wissen, was wir dabei sind, zu manifestieren, denn sie leben ja in ihrem eigenen Vortex. Sie wissen nicht, wer Du bist, wie Du Dich fühlst, wie und worüber Du meditiert hast, was Du für Energien freigesetzt hast oder dabei bist, freizusetzen. Denn sie sehen ja nur das, was gerade manifestiert IST und nicht Deine Möglichkeiten. “Das ist so, als ob Du Korn säst und dann am nächsten Tag hingehst und fragst: Korn, wo bist Du? – Gräbt es aus und isst es. Nein, sowas würdest Du nicht tun, sondern Du würdest ihm eine Chance geben zu wachsen, nicht wahr? … Know, that enough is ready for your reception right now to keep you busy for 20 or 30 lifetimes.

„Es ist genug da, das Du jetzt empfangen kannst, um Dich für 20 oder 30 Leben zu beschäftigen.“

Das Problem sei jedoch, dass wir uns in einem „un-empfänglichen Modus“ befinden würden. Das Geheimnis, um in einem empfangenden Modus zu sein, sei, nicht nicht in einem empfangenden Modus zu sein. – Hä? – Ja, es einfach geschehen zu lassen, ohne daran aktiv etwas zu tun. Das ist es, was immer mit einem „Zustand des Erlaubens“ (state of allowing) gemeint ist. Wenn wir krampfhaft versuchen, etwas zu bekommen (z.B. Geld, Ruhe etc.) oder zu werden (erlaubend), wird es nicht klappen. Wenn wir in einem Zustand des Zweifels, der Enttäuschung, der Suche, des „Ich brauche das“ oder in einem Schuld- oder Scham-Modus sind, sind wir nicht in einem empfangenden Zustand. Das heißt, wir müssen das stoppen, was uns von diesem Zustand abhält. Also all die Modi, wie Scham, Schuld, Zweifel, Enttäuschung, Mangel etc. Dieses Verhalten können wir jedoch nur stoppen, wenn wir anfangen, stattdessen etwas anderes zu tun, wie z.B. zu meditieren oder uns zufrieden zu fühlen dort, wo wir gerade sind. Mit dem, was wir bereits haben.

Alle Visualisierungstechniken, mit denen ich mich auseinander gesetzt habe, betonen die Wichtigkeit ebendieses Faktums: Um reich zu sein, muss ich mich zunächst einmal reich fühlen. Um glücklich zu sein, muss ich mich glücklich fühlen, auch ohne das Auto, das Boot oder das Haus, welches ich gerne hätte. Um in einer Partnerschaft glücklich und wertgeschätzt zu sein, muss ich erst einmal mit mir alleine glücklich sein und mich selber wertschätzen. Sobald ich erst einmal etwas brauche, um mich zufrieden oder glücklich zu fühlen, kann ich nicht zufrieden oder glücklich werden. Zumindest nicht langfristig. Die Kunst ist, glücklich oder zufrieden zu *sein*. Und in dem Prozess für all das, was uns zufrieden und glücklich macht, dankbar zu sein. Es anzuerkennen ist ein erster wichtiger Schritt.

Deshalb bin ich so glücklich mit dem, was ich habe und mit dem, was ich bin. Ich sehe zwar, dass es auch Bereiche gibt, in denen ich das nicht bin (nobody is perfect 😉 ) bzw. in denen es mir schwer fällt zu sagen, „ja, hiermit bin ich zufrieden“. Doch bemerke ich das jetzt viel eher, ich nehme es anders wahr und erkenne die hinderlichen Gedanken, die dahinter stehen jetzt viel mehr als früher. Und auch diese Sätze kann ich dann klopfen. Denn schließlich sind alle diese Wünsche oder vermeintlichen Unperfektheiten doch letztlich nichts anderes als Glaubenssätze. Das können beispielsweise Sätze sein, wie

  • Ich glaube, nur wenn dieser Krieg aufhört, kann es in der Welt friedlich zugehen und ich darf unbesorgt in Frieden leben.
  • Solange Donald Trump an der Macht ist, kann nichts Gutes dabei herauskommen.
  • Ich darf kein Essen auf dem Teller lassen, weil andere hungern.
  • Nur, wenn ich einen Partner habe, bin ich heil und ganz.
  • Wenn ich endlich die Wohnung finden würde, wäre ich glücklich und frei.
  • Wäre ich doch nur ein paar Kilos leichter, dann würde es mir besser gehen/hätte ich einen Freund/wäre gesund…
  • Wäre mein Sohn doch nur ein bisschen aufmerksamer, mein Mann liebevoller, meine Mutter fürsorglicher, die Nachbarn nicht so neugierig, der Chef nicht so streng, oder was auch immer…

NEIN! „Hätte, hätte, Fahrradkette“, sagt meine Mutter immer. Der Einstimmungssatz bei EFT heißt “AUCH WENN ich dieses oder jenes Gefühl habe, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.” Punkt. Das ist die Basis von allem: Selbstakzeptanz oder auch Selbstliebe. Dies kann ich jedoch beliebig übertragen und abwandeln. Ich könnte z.B. sagen, “Auch wenn ich noch nicht die perfekte Wohnung gefunden habe, entscheide ich mich jetzt dafür, mich trotzdem glücklich und frei zu fühlen.“ Das ist zwar kein rein regelkonformes EFT-Vorgehen, denn dafür würden wir zunächst einmal nach den Gefühlen schauen, die diese für uns unschöne Situation auslöst, doch wichtig ist, dass wir uns entscheiden, unsere Situation erst einmal zu akzeptieren als das was sie ist: Unsere höchst eigene, kreative Schöpfung. Und dann können wir dazu kommen, dass wir uns trotz der zu kleinen und zu engen Wohnung glücklich schätzen, z.B. deshalb, weil wir überhaupt eine Wohnung haben. Oder dass wir trotz der vermeintlichen Kilos zuviel einen Körper haben, der uns trägt, der uns überall hinbringt und auch sonst noch so einiges tut, damit wir auf der Spur bleiben oder wieder in die Spur kommen. Und sei es durch eine schwere Krankheit, Müdigkeit oder was auch immer.

Ja, und da wir jetzt schon bei den Glaubenssätzen sind: Ein weit verbreiteter ist „Reichtum passt nicht zu einem spirituellen Leben.“ Das ist eine Bregel, wie Vishen Lakhiani, der Gründer von Mindvalley, sagen würde – eine bescheuerte Regel (brule = bullshit rule). Sie ist nicht wahr. Viele sagen, Geld korrumpiere die Menschen. Geld sei schlecht, weil es die Menschen schlecht macht. Doch:

Wieviel Geld braucht es denn, um aus Dir einen schlechten Menschen zu machen?

100, 1.000, 10.000 oder gar eine Million Euro? Nein, Du bist ein guter Mensch und mit einer Million Euro bist Du nicht plötzlich ein schlechter Mensch. Stell Dir mal vor, wie komfortabel das Leben mit einer Million Euro wäre. Wie viele andere Menschen könnten von dieser Million profitieren? Denn ich gehe mal davon aus, dass Du nicht alles für Dich allein behalten würdest. Warum sollte also ein spirituelles Leben nicht auch mit finanziellem Reichtum einhergehen? Viele von uns haben solche innerlichen, deckelnden Glaubenssätze. Wir denken „Wow, eine Million Euro… so viel werde ich nie haben!“ Oder „Was könnte ich damit alles Gutes tun!“ Doch geht es nicht darum, was wir alles tun könnten, sondern um das, was wir tatsächlich tun – auch ohne eine Million Euro. Wir brauchen nicht für alles Geld, um Gutes zu tun. Und einen Teil seines wenn auch geringen Einkommens oder seiner Zeit für andere zur Verfügung zu stellen, ist auch eine Art, damit anzufangen, sich dankbar zu zeigen mit der Situation, wie sie gerade ist. Wenn jeder mit sich selbst glücklich ist, haben wir ein ganz schön großes Stück des Weges geschafft – und zwar gemeinsam.

Geld ist nicht gut oder schlecht. Geld ist – wie alles andere auch – Energie.

Geld ist ein Werkzeug, ein Tauschmittel. Wir geben ihm die Bedeutung, die es in unserem Leben hat. Wir können damit gute oder schlechte Dinge tun. Wir sind diejenigen, die dieses Werkzeug benutzen und das, was wir damit tun, ist es, worauf es ankommt. Da gibt es noch so ein Sprichwort: “Der Teufel scheißt immer auf den dicksten Haufen.” Ihr kennt das sicher: Diejenigen, die sowieso schon alles haben, gewinnen bei der Tombola den ersten Preis. Doch ist es nicht der Teufel, der auf den dicksten Haufen scheißt, sondern der Haufen ist es, der noch mehr davon anzieht, was er ohnehin schon hat: Glück, Geld, Zufriedenheit etc.

Mehr zum Thema Fülle und Manifestation gibt es hier und hier bei Pamela Kribbe.

In diesem Sinne wünsche ich Euch viel von der Energie, von der Ihr noch mehr anziehen möchtet.

Alles Liebe von

Sabine

Recommended Posts
Showing 5 comments
  • Siegmund
    Antworten

    Liebe Sabine, das hast Du schön geschrieben, und wie immer 😉 genau im richtigen Moment
    Alles Liebe, Siegmund

    • Sabine
      Antworten

      Lieber Siegmund,
      das freut mich! Und: Immer wieder gerne. 🙂
      Liebe Grüße
      Sabine

  • Judith
    Antworten

    Liebe Sabine,
    vielen Dank für diesen schönen und auch sehr wichtigen Artikel, um diese – uns Suchenden von wem auch immer eingetrichterten – negativen Glaubenssätze zu erkennen, als Fehlinformationen zu entlarven und definitiv im positiven Sinne zu überschreiben.
    Zu Deinen Worten fiel mir ein 4-Zeiler ein, den ich vor einigen Jahren geschrieben habe, als ich über das Thema \”Geld ist schlecht …\” usw. \”sinniert\” habe:

    \”Das Geld ist gut und erleichtert das Leben,
    gäbst Du ihm nur nicht diese Macht!
    Das Geld dient nur zum Nehmen und Geben,
    die Gier danach ist\’s, die den Kummer erschafft!\”

    Liebe Grüße und schöne Pfingsten 🙂
    Judith

    • Sabine
      Antworten

      Liebe Judith,
      ja, genauso ist das. Dazu gibt es noch so viel zu sagen. Ich habe das Gefühl, dass besonders oft die sogenannten spirituellen Menschen ein Problem mit dem Geld haben – sei es mit dem Geld verdienen, dem Geld haben oder dem Geld verlangen für, ich nenne es mal Services im weitesten Sinne. Ob das nun heilerische, beratende oder andere Tätigkeiten sind. In diesem Zusammenhang ist gerade auch das Finden des eigenes Werts für viele nicht so einfach.
      Ich wünsche Dir auch noch ein schönes restliches Pfingstfest!
      Liebe Grüße
      Sabine

pingbacks / trackbacks
  • […] bin, auch sehr am Herzen. Ich habe hier ja schon mal über die Schetinin-Schulen geschrieben und hier über meine Idee einer „Magic School“, in der Kinder Dinge lernen, die eben nicht auf der Schulagenda stehen, wie z.B. Meditation, Yoga, […]

Leave a Comment