Warum gibt es das Universum?

 In Soulstice

„Die Erkenntnis lehrt mich, dass ich nichts bin.
Die Liebe lehrt mich, dass ich alles bin.
Dazwischen fließt mein Leben.“
Sri Nisargadatta Maharaj

Ihr Lieben,

letzten Sonntag trieb es mich schon um kurz nach sieben aus dem Bett. Gott weiß, warum. Ich nutzte die Gunst der Stunde und diese fast heilige Stille, in der das Haus noch im Schlaf lag und schrieb mal wieder meine Morgenseiten. Ich philosophierte über das Wesen Gottes und fragte mich, warum ich mich denn selten mit einer Antwort abschließend zufrieden gebe. Liegt es am Sujet oder liegt es an mir? Dies sind meine Gedanken vom letzten Sonntag, wie ich sie niedergeschrieben hatte:

„Der Eine“ schreibt immer wieder mal einen Kommentar zu meinen Blogs. Letzte Woche auch, er erklärte das Nichts aus der Kabbala: Ain Soph und Ain Soph Aur, welches er als die Ebene der SchöpferGötter beschreibt und zum Schluss fragt er: „Ist doch ganz einfach“, oder? Und ich dachte, ja, alle Dinge sind einfach und erinnerte mich an den Satz des Universellen Bewusstseins „Einfachheit ist gut.“ aus meiner QHHT-Sitzung.

Am Wochenende habe ich in die Aufzeichnung eines Videos von Esther Hicks hineingeschaut und jemand fragte Abraham: „Why is the Universe?“ Die Antwort, die dort gegeben wurde, war im Grunde genommen „Expansion und Wachstum“. Das habe ich schon aus vielen Quellen gehört und auch in meinen Interviews mit der geistigen Welt wurde diese Antwort gegeben. Ich frage mich jetzt: Warum braucht es Expansion? Warum/Wofür braucht es Wachstum? Und alle Antworten, die ich bekomme, reichen mir nicht. Sie befriedigen mich nicht. Vielleicht bin ich auf der Suche nach dem Nichts. Heute habe ich keine – oder fast keine – Angst mehr vor der Leere, nein, ich suche jetzt das Nichts, die Leere, die große Antwort auf alle Fragen, die Douglas Adams (in Per Anhalter durch die Galaxis) mit „42“ bezeichnet hat. Ist das ein fruchtloses Unterfangen oder werde ich den Sinn hinter „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ erkennen? Wirklich erkennen?

Manchmal deprimiert es mich, weil ich die zwei Enden des Bindfadens einfach nicht zusammenknoten kann und ich den Kreis so einfach nicht schließen kann. Hinter all diesen Fragen steht natürlich auch die Frage nach dem Sinn des Lebens. Wir haben darauf oft schon eine Antwort erhalten und auch ich habe mir schon oft eine Antwort darauf gegeben: Freude, Erfahrung, Expansion, Wachstum – für uns und die göttliche Quelle, das göttliche Selbst, wie es in Ellens Buch genannt wird. Und ich habe so den Verdacht, dass mir diese Frage wohl oder vielleicht nie beantwortet werden wird bzw. mir nicht beantwortet werden kann, denn ich könnte mir vorstellen, dass ich, wie ein kleines Kind, immer weiter fragen würde: „Warum?“

Ihr kennt das doch: Ihr gebt eine wirklich gute Antwort auf die Frage, warum der Apfel vom Baum runter auf den Boden und nicht in den Himmel fällt und das Kind fragt immer weiter:

Warum gibt es die Schwerkraft?
Weil sonst alles chaotisch durcheinander fliegen würde und nichts an seinem Platz bliebe.
Warum muss denn alles an seinem Platz bleiben?
Weil es sonst eine Riesensauerei gäbe, wenn der Orangensaft oder der Kakao in Tropfen in der Luft herum wabern würde.
Warum soll es keine Sauerei geben?
Weil ich es gerne sauber mag und ich keine nassen Klamotten tragen will.
Warum?

Ein kleines Kind, das beginnt, die Welt um sich herum zu verstehen und einzuordnen, hat noch einen sehr offenen Geist. Da ist noch kaum was festgefahren und so kreiert es sich mit seinen Erkenntnissen seine Welt. Und vielleicht gibt es dadurch auch 8,5 Milliarden Welten, auf denen wir gleichzeitig leben und obwohl Alles Eins und Eins Alles ist, gibt es nicht DIE EINE Antwort auf meine Frage, weil es eben Nichts ist. Ein Raum der Möglichkeiten. Und vielleicht ist dieses Nichts, diese Antwort auf Alles für jeden etwas anderes. Und wenn es stimmt, dass Gott, die Quelle, auch ein Selbst hat oder ist, das wachsen, expandieren und sich entwickeln möchte, wo ist da das Ende? Wo ist der Anfang? Ich Bin. Ich Bin der Anfang und das Ende, das Alpha und das Omega. Ich Bin das Nichts. Ich Bin das Alles. Ich Bin das Ich Bin. ICH BIN. – – – – – – – Warum?

Aaaaaaaah! Mekt Ihr was? Das führt doch zu nichts – also zu allem…

Und als dann noch am Dienstag dieser – oben zitierte – Spruch in meinem Kalender aufpoppte (Hier könnt Ihr ihn auf meiner Facebook-Seite sehen…) dachte ich: Was weiß ich schon? Ich weiß, dass ich nichts weiß. Pffffff. Na, immerhin bin ich da schon mal hingekommen. Ist ja auch eine Erkenntnis.

Heute hat sich dann Oscar Wilde per Tages-Abreiß-Kalender zu Wort gemeldet:

Wissen wäre fatal.
Die Ungewissheit ist es, die uns reizt.
Ein Nebel macht die Dinge wunderschön.

Ganz ehrlich: Mir wäre es schon ganz lieb, wenn sich der Nebel bald mal verziehen würde… Jetzt lese ich die Interpretation des Kybalion (Das Wissen, auf der die Hermetik beruht mit den 7 hermetischen oder kosmischen Gesetzen) schon zum zweiten Mal und habe immer noch nicht die Antworten, die ich suche. Und, wie ich gestern noch einmal gelesen habe, hat es damit auch seinen Sinn. Im Kapitel „Das All“ wird dieses als die „substanzielle Realität“ hinter allem beschrieben – naja, soweit sich das eben beschreiben lässt. Denn das All, was man übersetzt auch mit das „Alles“ bezeichnen könnte, ist seinem Wesen nach unerkennbar:

Die innere Natur des »Alls« ist unerkennbar. Das muss so sein, denn nichts als das All kann seine eigene  Natur und sein Dasein verstehen.
Die Hermetiker glauben und lehren, dass das All »an sich« unerkennbar ist und immer unerkennbar bleiben muss. Sie betrachten alle Theorien, Annahmen und Spekulationen der Theologen und Metaphysiker die innere Natur des Alls betreffend nur als kindliche Versuche sterblicher Geister, das Geheimnis des Unendlichen zu begreifen. Solche Versuche sind immer fehlgeschlagen und werden immer fehlschlagen, gerade aus der Natur der Aufgabe heraus. Einer, der solche Fragen verfolgt, geht immer rundherum in dem Labyrinth der Gedanken, bis er für alle vernünftigen Überlegungen, Tätigkeiten und Verhalten verloren und völlig unbrauchbar für die Arbeit des Lebens geworden ist. Er ist wie ein Eichhörnchen, das wahnsinnig immerzu auf dem kreisenden Rat der Tretmühle seines Käfigs entlang läuft, immer in Bewegung und nie ein Ziel erreichend – am Ende immer noch gefangen an derselben Stelle, wo es begann.

Zur Erklärung der Natur des Alls heißt es jedoch immerhin: „Das All ist unendlicher, lebender Geist, die Erleuchteten nennen ihn: reiner Geist.“  Und im nächsten Kapitel:

Das All ist reiner Geist! Aber was ist reiner Geist? Diese Frage kann nicht beantwortet werden, weil ihre Definition praktisch diejenige des Alls ist, welches weder erklärt noch bestimmt werden kann. Reiner Geist ist nur der Name, den die Menschen diesem höchsten Begriff von unendlichem, lebendem Geist gegeben haben. Er bedeutet »die wirkliche innere Essenz« – er bedeutet lebender Geist, der Leben und Geist, wie wir sie kennen, so sehr überlegen ist, wie diese der menschlichen Energie und der Materie. Reiner Geist übersteigt unser Verständnis und wir benutzen diesen Ausdruck nur, damit wir an das All denken und davon sprechen können. Zum Zwecke des Denkens und Verstehens sind wir berechtigt, uns den reinen Geist als unendlichen lebenden Geist zu denken, indem wir zu gleicher Zeit zugeben, dass wir ihn nicht voll verstehen können. Wir müssen dies tun oder überhaupt aufhören, darüber nachzudenken.

Analog dazu heißt es zum Universum: „Das Universum und alles, was es enthält, ist eine geistige Schöpfung des Alls.“ Doch nicht vergessen: Das All(es) ist ja auch Eins. „Es (das All) ist das Gesetz, von dem alle Gesetze ausgehen, aber es ist ihnen nicht unterworfen.“

Es fällt mir wirklich schwer, das einfach so hinzunehmen. Vor allem, wenn es da etwas geben soll, das Gesetze „erlässt“, sich aber selbst nicht daran halten muss. Das erscheint im ersten Moment ungerecht zu sein. Doch kann es das nur sein, wenn es auf der anderen Seite zugleich etwas gibt, das als gerecht erfahren werden kann. Ich glaube, ich könnte ewig so weiter fragen und würde mich wohl wirklich wie der Hamster im Rad drehen ohne wirklich weiter zu kommen.

Daher belasse ich es jetzt dabei und wende mich von den philosophischen Fragen und alten Quellen lieber mal zum Hier und Jetzt und erzähle Euch, was Ellen Kosma Siebensonne und ich uns Tolles ausgedacht haben, um Euch die Weihnachtszeit und das ganze Jahr 2019 zu versüßen. Oder sollte ich besser sagen, „zu verwundern“? Ich hatte ja schon im letzten Blog von meiner „Kur mit Kosma“ und ihrem neuen Buch erzählt. In dem Kapitel, das mit „Dein Wunder“ überschrieben ist, geht es um die Lebensfreude und darum, dass wir wieder in unsere ureigene Schöpfungsmacht kommen. Diese Schöpfungsmacht, die uns allen zu eigen ist, die wir alle in uns tragen. Sie ist die Grundessenz, aus der SchöpferGötter – Alles, was wir sind schöpft.

Ellen Kosma nennt ihre Channelings „Heil-Sitzungen“ und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass sie diesen Namen zu Recht tragen. Es sind Übertragungen enorm hochschwingender Energie. Eine solche Energie-Übertragung wird auch beim Webinar „Dein Wunder 2019“ stattfinden.

Für mich folgte nach dem erstmaligen Empfangen gerade dieser Heil-Session eine wahrhaft Wunder-bare Manifestation in Rekordzeit. Darüber berichte ich jedoch ein anderes Mal. Heute möchte ich Euch ganz herzlich zu diesem kostenlosen* LIVE Webinar einladen, das Ellen und ich Euch am 22. Dezember 2018 um 16:00 Uhr schenken* möchten. An dem Wort kostenlos* und schenken* ist ein Sternchen, weil wir das so nach DSGVO nicht nennen dürfen, denn das Eintrittsticket zu diesem Webinar ist der Bezug des Newsletters. Geld kostet es jedoch nicht. Hier könnt Ihr Euch informieren und anmelden – es lohnt sich!

Dieses Webinar ist außerdem eine Vorschau auf etwas, das im Januar in größerem Umfang starten wird: Der Schöpfungszyklus 2019. Dies ist ebenfalls eine Co-Kreation zwischen SiebenSonne und SchöpferGötter. Was es damit auf sich hat, verraten wir Euch auch im Webinar am 22. Dezember. Wir freuen uns schon sehr darauf!

Puh, nach dem ganzen Herumphilosophieren um die Geistige Substanz des Alls bin ich hungrig geworden und gehe jetzt mal das Abendessen vorbereiten, um der Materie Tribut zu zollen.

Ich wünsche Euch noch eine licht- und geistreiche Adventszeit! (Aber Achtung mit dem Glühwein, ne? 😉 )

Alles Liebe

Sabine

P.S.: Das Photo stammt von Andrew Seaman auf Unsplash.

P.P.S.: Wenn Ihr Euch zum Webinar anmeldet, bekommt Ihr eine zweite Opt In-Mail zur Bestätigung Eurer Anmeldung. Mit dieser Bestätigungs-Mail erhaltet Ihr auch Zugang zur Aufzeichnung meines Webinars “Was hab ich nur falsch gemacht?” Also nicht wundern, Ihr seid nach Klick auf den Link auf jeden Fall für das Webinar “Dein Wunder 2019” angemeldet.

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Showing 4 comments
  • Gaby G.
    Antworten

    Herzallerliebste Sabine,
    mit inniglichen Schmunzeln sitze ich hier in meinem Büro und kann mir einen Kommentar auf Deinen herrlichen Beitrag nicht verkneifen. Dieses Gedankenrattern kenne ich nur allzu gut und mein Mr. Crachitt läuft mir auch immer noch mit dem Bindfaden hinterher. Er ist ein wahrer Meister darin, immer wieder ein neues „Warum?…“ zu finden.
    Ich sah Dich also eben vor mir, auf einem großen zusammengeknoteten Bindfaden rumtanzen und immer wieder über den Knoten stolpern, so wie Freddy Frinton in „Diner for One“ immer wieder über den armen Tigerkopf stolpert. Ein Knoten bleibt ein Knoten und so hab ich Mr. Crachitt jetzt mal in die Kantine geschickt und mir überlegt, was ich Dir statt des Bindfadens anbieten könnte. Gefunden habe ich ein neues „Warum?“… Warum kloppen wir den „Bind“faden nicht in die Tonne und legen uns stattdessen einen Hula-Hoop-Reifen zu? Wir lassen die Hüften hüpfen und tanzen uns durch ALLES und NICHTS, bis uns die Antwort sozusagen vor die Füße fällt. Mr. Crachitt wird wahrscheinlich in Schnappatmung verfallen, aber mir und meiner „Kleenen“ gefällt die Idee!…
    Fühl Dich herzlich geknuddelt, ich freue mich auf unser Gespräch am Montag!
    Herzliche Grüße und ein wunderschönes Wochenende (ohne Knoten und Tigerköpfe:o))
    Gaby

    • Sabine
      Antworten

      Liebe Gaby,
      danke Dir für Deinen Kommentar! Ja, genau so machen wir es: Hula Hoop-Reifen mochte ich schon immer gerne und da muss man auch nix zusammenknoten! Alles schon fixfertig sozusagen 🙂
      Ganz liebe Grüße und bis Montag, ich freu mich!
      Sabine

  • StjilNev
    Antworten

    Sehr treffend.

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