Wer steuert Deinen Kompass?

 In Schöpfergötter, Soulstice

Gestern ist mir etwas passiert, das mir so noch nie passiert ist.

Ich war sooo wütend!

Ich saß auf der Terrasse und musste sogar ins Haus flüchten, weil ich meinen Zorn in einem lauten Schrei aus meinem Körper befördern musste:

„Aaaaaaaargh!!!“

Naja, und weitere Worte, die ich Dir hier erspare, weil sie nicht ganz jugendfrei sind.

Du fragst Dich jetzt wahrscheinlich, was mich so wütend gemacht hat. Ich kann es Dir nicht ganz genau sagen, doch die Sache ist die: Nächste Woche findet der dritte Teil unseres Schöpfungszyklus statt, in dem es ums große Thema der Beziehungen (zum Partner, zur Familie, zu Freunden, Kollegen etc.) geht.

Die Marketingexpertin in mir sagte schon seit Tagen, fast Wochen, dass ich unbedingt nochmal darauf aufmerksam machen sollte, weil die Energien im Juni und Juli für die Auflösung von Beziehungsthemen geradezu ideal sind und es wirklich schade wäre, Du diese Chance nicht nutzen würdest.

In meinen Morgenseiten und auch im Alltag wurde ich immer wieder auf dieses Thema gestoßen. Doch kriegte ich es nicht hin, einen zusammenhängenden Blog daraus zu machen. Gestern sammelte ich dann alle meine Gedanken und brachte sie zu Papier. Bzw. zu Word. Ich hatte die perfekte Geschichte, um einen epischen Blogartikel zu schreiben.

Der Titel war perfekt. Der erste Satz grandios. Ich kreierte Absatz nach Absatz und dachte: Wow, sogar ich finde das spannend und würde den Artikel gleich nochmal lesen.

Ich befolgte alle Regeln der guten Blogschreibekunst, um dem Leser – also Dir – den Text schmackhaft zu machen.

Dann merkte ich plötzlich, dass das so nicht funktioniert. In meiner Geschichte beschrieb ich Vorkommnisse, die ich so nicht stehen lassen konnte. Denn das würde Menschen in meinem Umfeld bloßstellen. Sobald ich versuchte, die Geschichte zu anonymisieren, verlor sie ihre Kraft. Es zog nicht mehr. Die Epik und die Persönlichkeit der Geschichte waren plötzlich weg.

Wie ich es auch drehte und wendete: Es funktionierte nicht mehr. Über zwei Stunden Arbeit umsonst, der Freitag schon fast rum und keinerlei Inspiration in Sicht, den Artikel und den dazugehörigen Newsletter doch noch zu retten.

Aaaaaaaargh!!!

WIESO? Warum passierte mir das?

Ich hatte schon viel von Schreibblockaden gehört – allerdings ging es da immer um andere, nie um mich selbst. Ja, es gab schon mal Zeiten, da hatte ich keine Lust zum Schreiben. Das hier war aber ganz was anderes: Ich wollte schreiben. Ich konnte aber die richtigen Worte nicht finden. In meinem Kopf war auch keine gähnende Leere oder die Angst vor dem leeren Blatt Papier. Ich hatte eher zu viel im Kopf. 1.000 Ideen und keine Ahnung, wie ich das strukturiert zu Papier bringen sollte.

Es machte mich wahnsinnig.

Und ich war so sauer. Auf mich. Auf die geistige Welt, die mir keinen rechten Tipp gab. Auf mein Gehirn. Auf meine Unstrukturiertheit. Auf das, was ich nicht konnte und auf das, was ich wusste.

Warum auf das, was ich wusste? Weil ich genau wusste, dass der Blogartikel „funktionieren“ würde, wenn ich ihn so weiterschrieb, wie ich ihn begonnen hatte. Und weil ich genau wusste, dass ich den Artikel so nicht veröffentlichen können  würde – aus den genannten Gründen. Ich fühlte mich in der Falle. Ausgebremst. Unverstanden. Sche%§e. Vorne die Deadline (der Termin vom Schöpfungszyklus am 29.6.) und hinten nix in der Pipeline außer meiner Loyalität. Hmpf.

Die Misere begann schon viel früher

Schon ein paar Wochen zuvor hatte ich mich in einer Art Bloggerschule angemeldet. Deshalb freute ich mich darauf, das Gelernte anzuwenden, denn es erschien mir sehr einleuchtend und zielführend. So nahm ich mir auch gestern vor, den Text nach allen Regeln der Kunst voranzutreiben.

Tja, genau da lag auch das Problem. In den Stunden von gestern bis heute ist mir einiges klar geworden:

1. Erkenntnis: Die Kunst folgt keinen Regeln.

Wenn die Kunst Regeln folgen würde, wäre es keine Kunst mehr. Dann könnte einfach jeder die Regeln lernen und wäre erfolgreicher Künstler. Und die Kunst wäre austauschbar. Okay, was Kunst und wer Künstler ist, darüber lässt sich wahrhaft trefflich diskutieren. Der französische Maler Marc Chagall hat einmal formuliert

Kunst scheint mir mehr als alles andere ein Zustand der Seele zu sein.

Und wenn Kunst ein Zustand der Seele ist, dann kann sie keiner anderen Regel folgen als der Regellosigkeit. Die Kunst ist, wie die Seele, per se frei, unberechenbar und schöpferisch. Was jedoch nicht heißt, dass es für gute Blogartikel keine Regeln gäbe. Doch muss ich sie ja nicht immer befolgen.

2. Erkenntnis: Etwas unbedingt zu wollen führt nur bedingt zum gewünschten Ergebnis.

Wenn wir etwas unbedingt wollen und es nicht bekommen, ist dreierlei möglich:

Entweder wir wollen es so sehr, dass die Abwesenheit dessen, was wir wollen, schmerzt. Dann bekommen wir es nicht. Bzw. wir bekommen mehr von dem Gefühl, es unbedingt zu wollen. Was aufs Gleiche herauskommt, wie es nicht zu bekommen.

Oder wir wollen etwas unbedingt, weil wir oder unser Verstand glaubt, dass es das ist, was wir wollen oder dass es uns zum angestrebten Ziel führt. Bei mir war das: Einen guten Blogartikel verfassen, der Dir Mehrwert bringt und der auf den Schöpfungszyklus hinweist. Wie sich herausstellte, war das nicht zielführend. Augen roll.

Wenn wir jedoch unbedingt etwas wollen, weil wir fühlen, dass es das Richtige für uns selbst und alle Beteiligten ist, dann ist die Chance, es zu bekommen um ein Vielfaches größer. Vor allem, wenn es mit Deiner Seelenmission im Einklang steht.

3. Erkenntnis: Ich muss gar nicht zur Schule gehen.

Sich Anregungen von erfolgreichen Bloggern zu holen finde ich gut. Ich probiere ja auch immer gerne mal was Neues aus. Doch ist die Art zu bloggen, die dieser Mensch betreibt, seine Art zu bloggen. Anscheinend musste ich mir erstmal wieder klar werden, was denn meine Art zu bloggen ausmacht. Und ich habe verstanden, dass nicht nur meine Stimme einzigartig ist, sondern auch, dass ich schon ziemlich gut schreiben kann. Auch ohne den perfekten List Post geschrieben zu haben.

Wie ich das herausgefunden habe? In einem Gespräch mit Ellen Kosma SiebenSonne heute Morgen. Beim Drüber-Sprechen ist mir klar geworden, dass mein Verlangen nach Struktur vielleicht gar nicht zu meiner Kunst passt. Und dass ein nummerierter und durchstrukturierter Artikel vielleicht gar nicht das ist, was Du jetzt brauchst. Sondern dass es Dir jetzt viel besser damit gehen würde, wenn Du liest, wie ich gemerkt habe, was mir gut tut. Weil Du so vielleicht auf die Idee gebracht wirst, mal zu schauen, was Dir eigentlich gut tut.

Denn schließlich leben wir in einer Beziehung. Du und ich.

Doch das ist eine andere Geschichte. Für einen anderen Blog. Wenn Du sie erfahren möchtest, trage Dich gerne in meine SchöpferGötter Newsletter-Liste ein. Dann sage ich Dir Bescheid, wenn Du sie lesen kannst.

Andreas Bourani hat ein Lied geschrieben, in dem er fragt: „Was tut Dir gut?“ Darin beschreibt er den Moment, in dem man plötzlich das bekommt, was man braucht:

„Sag, kennst du das auch?
Wenn du nicht mehr dran glaubst,
wenn du nicht mehr suchst,
bekommst du, was du brauchst.
Und dann folgst du deiner Stimme,
dich lenken nur noch deine Sinne,
weil du nichts vermisst.
Weil du nichts vermisst.“

Ich glaube, das ist etwas ganz Entscheidendes: Sich nicht aufs Suchen zu fokussieren, sondern aufs Finden. Nicht zu glauben, dass Du jetzt unbedingt dieses oder jenes machen musst, um Dein Ziel nicht zu verpassen, sondern diesen Gedanken auch mal ganz loszulassen.

Und dann bekommst Du, was Du brauchst. Nicht das, was Du zu brauchen glaubst.

Dann vermisst Du plötzlich nichts mehr. Denn Du folgst Deiner inneren Stimme als Kompass. Nicht einer äußeren übergestülpten Struktur, die Dir nicht entspricht.

Die Konzentration auf Deine innere Stimme ist im Grunde alles, was Du je als Ratgeber brauchen wirst. Das ist Dein Kompass, der Dir immer die richtige Richtung weist. Die Kunst ist, ihn lesen zu können.

Das kann ziemlich schwer sein, wenn Du direkt an Deinen Kompass einen anderen starken Magneten hältst. Dann wirst Du mit ziemlicher Sicherheit einem anderen Ziel als Deiner inneren Stimme folgen. Denn die Kompassnadel wird nur noch auf diesen starken Magneten zeigen. Ganz egal, wie Du ihn auch drehst und wendest. Deine innere Stimme kann da nicht gegen an-magneten.

Gut, wenn dann jemand da ist, der Dich darauf aufmerksam macht.

Manchmal ist ein gutes Gespräch unter Freund*innen alles, was es braucht, um wieder ins Lot zu kommen. Wie heute morgen zwischen Ellen und mir. Oder ein Gespräch mit Deinem Partner, Deiner Kollegin oder Deinem Kind. Schön, wenn jemand da und Eure Beziehung klar ist. Das wünsche ich Dir. Und ich weiß, dass Du es in der Hand hast.

Du bist die SchöpferGöttin oder der SchöpferGott Deines Lebens. Lass Dich nicht beirren, sondern folge Deinem inneren Kompass. Er weiß ganz genau, wo es lang geht.

Und wenn Du Hilfe bei der Feinjustierung brauchst, weißt Du ja, wo Du mich findest. 😉❤

Schöpfe Dein Sein – L(i)ebe Deine Göttlichkeit!

Alles Liebe von

Sabine

P.S.: Seinem inneren Kompass folgen: Wäre es nicht wunderbar, sich viel öfter in diesem Energiefeld der Harmonie und liebenden Einheit aufzuhalten? Im Grunde genommen tun wir das auch – solange, bis wir uns selbst mal wieder dazwischen funken… Im dritten Schritt des Schöpfungszyklus wirst Du wieder mit Deinem Inneren Kompass verbunden. Er weist Dir den Weg in eine glückliche, fruchtbare Zukunft und eröffnet Dir ganz neue Perspektiven.
Hier erfährst Du mehr zum Schöpfungszyklus am 29. Juni 2019.
P.P.S.: Das Bild stammt von Aron Visuals.
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Showing 3 comments
  • Ellen Kosma
    Antworten

    Liebe Sabine, DANKE, dass es Dich gibt! bis eben wollte mein Blog-Artikel nicht flutschen. Jetzt las ich deinen Beitrag und plötzlich wusste ich wieder, was ich sagen will und konnte alles andere abschütteln (Wie man einen guten Artikel schreiben SOLL. Welche Struktur er haben MUSS. Etc.pp.). Juhuu! Meine Eigene und ganz authenthische Botschaft war wieder sichtbar. DRÜCK! Ich freu mich <3

    • Sabine
      Antworten

      Danke DIR! 😘😘😘
      Ich bin schon gespannt, was Du schreiben wirst 😍

  • Michael Knaack
    Antworten

    Hallo Sabine,
    Es gibt wenige echte Meister, und viele falsche Meister.
    Es gibt einen Christus – und ich kannte mal eine Frau, die sagte mir, sie würde 20 falsche Christusse kennen.
    In meinem Bekanntenkreis wurde auch eine mediale Frau von einem falschen St. Germain angegriffen.
    Die falschen Meister machen viele viele Durchsagen und führen damit viele Spirituelle in die Irre.
    Deshalb gibt es auch den Hinweis auf einen satanischen Metatron.
    Die Betreffenden hatten halt mit einem falschen Metatron Kontakt.
    Für jeden echten Meister oder Meisterin gibt es immer auch diverse falsche Meister oder Meisterinin.
    Gruß
    Philosophicus

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