Flashback

 In Soulstice

Wie soll ich nur beginnen? Oder, besser gefragt, wo?

Es ist nur drei Tage her, dabei sind es mehr als 33 Jahre. Seit Tagen fühle ich immer wieder eine große Traurigkeit in mir.

Sie ist meine.

Und sie ist es nicht.

Sie stammt aus einer Zeit, die ich schon lange für abgeschlossen hielt. Auch emotional.

Doch das war ein Trugschluss.

Flashback aus der Zeit von Flashdance.

„Eigentlich“ hätte ich es besser wissen können, denn unser Emotionalkörper vergisst nicht. Ja, er heilt. Doch dort, wo einmal Wunden waren, bleiben Narben zurück. Viele davon sind kaum mehr sichtbar und wirklich gut verwachsen.

Andere sind einfach nur gut getarnt und bei einer unvorhergesehenen Bewegung brechen sie wieder auf.

So eine unvorhergesehene Bewegung machte ich vor ein paar Tagen, als ich auf eine LinkedIn-Kontaktanfrage von einem Schulkameraden antwortete und fragte: Wie geht’s Dir?

Daraus entspann sich ein langer E-Mail-Dialog über unser Leben. Die seltsamen Parallelen darin. Über Glück und Unglück, über Gott, das Universum und den ganzen Rest.

Als ich so über meine Schulzeit reflektierte, wurde mir noch einmal schmerzlich bewusst, wie klein und minderwertig ich mich damals fühlte. Ich habe mich so verzweifelt nach Liebe, Freundschaft und Anerkennung gesehnt, dass ich unechte nicht von echter unterscheiden konnte.

Ich war eine Träumerin. Bekam Nahrungsergänzungsmittel, damit ich mich in der Schule besser konzentrieren solle und mehr leisten, denn ich war keine besonders gute Schülerin. In vielen Fächern kam ich gerade mal so durch. Da rückten die Pläne meiner Mutter, dass ich doch mal eine Frau Doktor werden solle, schnell in weite Ferne.

So fühlte ich mich auch hier als Versagerin. Als Enttäuschung. Hinter den Erwartungen zurück bleibend.

Obwohl ich im Grunde meines Herzens immer ein sehr positiver und fröhlicher Mensch war, gesegnet mit einem Ur- oder Gottvertrauen in das Leben, war ich in vielen Momenten sehr melancholisch. Manchmal ohne ersichtlichen Grund. Zumindest ich konnte damals oft keinen erkennen.

Diese Melancholie breitete sich gestern mit voller Wucht in mir aus. Es war, als lebte sie mich.

Es fühlte sich an, als wäre mein bisheriges Leben völlig bedeutungslos und ich konnte es gar nicht einordnen.

Und was macht frau, wenn sie sich ungeliebt, unverstanden, übersehen und überhaupt deprimäßig fühlt?

Ja, genau: sie geht shoppen!

Also bin ich zur Migros gefahren und habe Lebensmittel eingekauft – gibt ja grad nix anderes. Kartoffeln. Check. Erbeeren. Check. Salat. Check. Quark. Check. Kuchen. Kuchen? Oh ja! Check.

Auf dem Nachhauseweg bin ich dann mit 37 km/h durch den Ort geschlichen. Ich starrte dabei gefühlt vor mich hin. Wie ich über die Ampeln und den Bahnübergang gekommen bin, weiß ich nicht mehr.

Meine Gedanken und Gefühle hingen fest.

Dann bog ich plötzlich ab und setzte ein neues Ziel: ich fuhr zum Wald. Naja, eher ein Wäldchen, aber schöne große Bäume gibt es dort, so dass es zum Waldbaden reicht.

Ich schlenderte mehr als dass ich ging. Ich hielt bei jedem Blümchen an, um es in seiner Einzigartigkeit und Schönheit zu betrachten. Ich genoss die Sonne auf meiner Haut. Den Blick über die Linth-Ebene mit ihren saftigen Wiesen. Die immer noch schneebedeckten Alpen am Horizont. Das Plätschern des Wassers.

Pures Glück durchströmte mich, weil ich hier sein durfte.

Gleichzeitig hatte ich Tränen in den Augen.

Ich war so traurig.

Ich wusste nicht, warum, bis ich heute morgen auf die Idee kam, doch mal nachzufragen.

Denn ich erwachte mit einem Brummschädel ohne gleichen. Und das lag sicher nicht an dem Glas Sekt, das ich gestern Abend getrunken habe, um das Leben und unsere GENialen Teilnehmer von 8X8 zu feiern.

Solche Kopfschmerzen, wie die von heute Morgen, sind mir aus meiner Schul- und Studienzeit nur allzu bekannt. Auch im Arbeitsleben haben sie mich oft begleitet. Heute kommt es jedoch nur sehr selten vor, dass ich mich so lahmgelegt fühle.

Ich habe ein Morgenritual, das ich  – egal, zu welcher Jahreszeit – sehr genieße: Ich gehe barfuß in unseren Garten und stelle mich ganz vorne an den Zaun, der über einer hohen Böschung angebracht ist und lasse den Blick und die Seele schweifen. Ich nehme alles in mich auf.

Dabei verbinde ich mich mit Mutter Erde, mit dem Kosmos, der all-einen Quelle und aller Schöpfung. Innerlich oder laut spreche ich: Ich bin bereit. Ich lasse die Energien mich durchdringen und atme. Es ist herrlich. Besonders heute, da das Gras von einem nächtlichen Regenguss noch ganz nass und der Boden nachgiebig und weich war.

Dort begann ich zu fragen, wessen Traurigkeit dies ist, die ich da fühle. Es sei meine. OK. Ist sie jetzig? Nein. Kommt sie von der Schülerin Sabine? Ja.

Und in diesem Moment öffnete sich die Schleuse. Meine Augen sind auch jetzt wieder feucht, während ich dies niederschreibe. Das tut so gut, wenn sich die Emotionen bewegen.

Oh, ich fühle gerade so einen großen Schmerz und einen Druck auf meiner Brust.

Diese Enge.

Ich kenne sie nur allzu gut. Das Gefühl, sich anpassen zu müssen, um dazu zu gehören. Ich kann es jetzt auch in meinem Bauch fühlen. Es ist wie ein Krampf. Wie ein Kampf. Wie vor einer gewaltigen Explosion. Als ob ich gleich platzen müsse, wenn ich nicht sofort laut schreie.

Also schreie ich.

Aaah, das tut gut. Gottseidank sitzt mein Sohn unten mit Kopfhörern auf.

 

Ich hole ein Glas Wasser. Kehre zurück an meinen Schreibtisch und mein Blick fällt auf die Kerze, die mir Ellen vor kurzem geschenkt hat mit der Essenz von Erzengel Gabriel: „Mein Sein heilt deinen tiefsten Schmerz.“

JETZT heule ich erst richtig los.

Au Mann. Das geht so tief.

Mein inneres Kind liegt zusammengekauert und fühlt sich völlig schutzlos. So, als ob es erwartet, bestraft zu werden. So, als wäre alles zu spät. Alles egal.

Ich liebe dieses Kind. So sehr. Ich sage der kleinen Sabine: Du darfst sein. Und es ist völlig okay, den Schmerz zu fühlen. Es ist in Ordnung, traurig zu sein.

Nach einer Weile legt sie den Kopf auf meine Brust und lässt sich von mir trösten.

Ja, jetzt ist es langsam wieder gut. Ich fühle, wie sie sich beruhigt und wie ihre Lebensgeister zurückkehren.

Sie löst sich von mir, denn sie weiß, sie kann jederzeit zurückkehren.

Sie ist willkommen. Immer.

Sie ist geliebt. Immer.

Sie darf einfach sein, wie sie ist. Immer. In Trauer und Schmerz genauso, wie in Freude und Glück.

Dann rennt sie davon und spielt.

Als wäre nichts gewesen.

Schatten der Erinnerung. Flashbacks.

All das, was wir erlebt haben, hat uns zu denen gemacht, die wir heute sind. Manchmal holt uns eine Erinnerung ein und sie ist so schön, dass wir mit Genuss die Freude noch einmal erleben. Ein anderes Mal ist sie sehr schmerzhaft und reißt schon längst verheilt geglaubte Wunden wieder auf.

Nicht, um uns zu zermürben, sondern um uns die Chance zu geben, WIRKLICH zu heilen.

Tief unter unserer Haut.

In unserem Herzen.

Dazu braucht es nicht viel. Am meisten braucht es den Mut, sich darauf einzulassen.

Und jetzt habe ich schon wieder Pipi in den Augen. Weil ich so dankbar bin, dass ich diesen Erkenntnisweg gehen und Dich daran teilhaben lassen kann.

Danke, dass Du hier bist.

Diese Welt braucht emotional geklärte, erwachte Menschen. Jetzt ist tatsächlich die Zeit, in der wir dies leben können. Wir haben alle Freiheiten und Werkzeuge, denen wir uns bedienen können.

Wir dürfen FREI sein. Und das müssen wir auch, wenn wir etwas verändern wollen.

Diese Welt braucht neue Führer. Echte Leader. Solche, die das Gemeinwohl genauso wichtig nehmen, wie ihr eigenes Gleichgewicht.

Scouts, die den Weg (durch die Sche!§e) kennen und ihn Dir nicht nur zeigen, sondern MIT Dir auf dem Weg sind.

Und Menschen, die bereit sind, den Weg in das Unbekannte zu wagen und die Welt dahinter neu zu formen. Für sich und alle anderen, die nach ihnen kommen.

Wenn Du ein solcher Mensch bist, dann hast Du jetzt noch die Chance, Deinen Weg mit uns gemeinsam zu gehen.

Morgen Abend beginnt 8X8 You Are LIMITLESS. Es warten noch drei Plätze auf die Leader der Neuen Zeit. Und es ist die letzte Chance, diesen großen Schritt in Deine emotionale Freiheit in Begleitung von Ellen Kosma und mir zu tun, bevor im Oktober die Wogen noch einmal höher schlagen werden.

Dies ist die Ruhe vor dem Sturm.

Fühlt sich jetzt schon stürmisch für Dich an? Dann schnall Dich besser an und stell Deine Lehne aufrecht. Denn das, was wir jetzt gerade erleben, sind nur Turbulenzen. Es wird noch wesentlich mehr rütteln in Zukunft.

Wir sind aufgefordert, all unsere Werte zu überprüfen.

Moralische Werte.
Den Wert von Geld.
Den Wert von Freiheit.
Den Wert von Liebe.
Von Freundschaft.
Von Familie.
Den Wert von (Nah- und Fern)Beziehungen.
Den Wert von Leistung.
Den Wert von Anerkennung.
Deinen SelbstWert.

Genauso, wie den Wert von Träumen. Deinen Träumen.

Wieviel Leben schuldest Du Deinen Träumen noch?

Sabine Nikositute

P.S.: 8X8 You Are LIMITLESS – Bewerbung nur noch bis morgen, 29.4.2020, 12 Uhr geöffnet. Bei Fragen: Meine E-Mail findest Du im Impressum.

P.P.S.: Nein, ich war nicht nur nur traurig. Gestern Abend war ich so dermaßen glücklich, dass ich die Musik im Wohnzimmer laut aufgedreht und wild getanzt habe.

They say oh my god I see the way you shine
Take your hand, my dear, and place them both in mine
You know you stopped me dead while I was passing by
And now I beg to see you dance just one more time

Ooh I see you, see you, see you every time
And oh my I, I, I like your style
You, you make me, make me, make me wanna cry
And now I beg to see you dance just one more time
So they say
Dance for me, dance for me, dance for me, oh, oh, oh
I’ve never seen anybody do the things you do before
They say move for me, move for me, move for me, ay, ay, ay
And when you’re done I’ll make you do it all again
I said oh my god I see you walking by
Take my hands, my dear, and look me in my eyes
Just like a monkey I’ve been dancing my whole life
But you just beg to see me dance just one more time


Text: Tones And I – Dance Monkey)

Was passieren kann, wenn Du an Dich glaubst und Deinen Träumen folgst, kannst Du hier ansehen: Das ist die Geschichte des Aufstiegs von Toni Watson, der Sängerin von Dance Monkey.

P.P.P.S.: Meine Kopfschmerzen sind übrigens mit dem Schreiben dieses Blogs und dem Anschauen und So-sein-lassen der Emotionen verschwunden.
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Showing 6 comments
  • Ellen Weinert
    Antworten

    Inspired people make the difference

    Sabine Nikositute von SchöpferGötter und Ellen Kosma SiebenSonne
    ☆ spiritual leader for experts ☆

  • Der Eine
    Antworten

    Solange du dich an irgendeine Persönlichkeit noch bindest /dich damit identifizierst… solange werden dich neue und alte lästige Energien überfallen…. und letztlich dich “beschäftigt halten”.

    Werde frei im ICH BIN.
    Ohne einen Zusatz am Schluss.

    Dann werden solche Energie in deinem Hafen nicht mehr ankern können.

    Ausser….
    Dir gefällt das so!

    Dann musst du wohl eine masochistische Ader haben…
    😊

  • Der Eine
    Antworten

    In dem du dir bewusst machst, dass du im Vergleich zu Gott nicht existierst.
    Deine Existenz ALL-EINE ist das göttliche reine Sein: Ich Bin.
    Alles andere ist vergängliche Illusion.

    Du kannst und SOLLST die Illusion der Persönlichkeit GENIESSEN, aber immer dabei bewusst bleiben, WER du wirklich bist!

    Das ist der Anfang!

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